Tanzmosaik

Plattform für ganzheitliche Bewegung und Tanz

Orientalischer Tanz

cassandra


Weil ich die erste und die letzte bin, bin ich verehrt und verachtet, bin ich Mutter und Tochter, bin ich Gattin und Jungfrau, bin ich unfruchtbar und die Zahl meiner Kinder ist groß, bin ich die gebiert und niemals geboren hat, bin ich Trösterin der Wehen. Achte mich immer, denn ich bin die Anstoß Erregende und die Prächtige.

Hymne an Isis, 4.Jh.n.Chr.


Orthopäden, Ergo.-und Physiotherapeuten bestätigen die gesundheitsfördernde Wirkung des Orientalischen Tanzes. Davon ausgehend, dass die Wirbelsäule Doppel-S förmig angeordnet ist, sind die Bewegungen des Orientalischen Tanzes eine Vergrößerung des alltäglichen Bewegungsrepertoire. Ein weiterer positiver Effekt ist der Aufbau von beckennaher Muskelgruppen, als auch des Beckenbodens. Zudem erleben viele Frauen positive Auswirkungen auf die Regelmäßigkeit des Zyklus  und Wohlbefinden während der Menstruation.

Die Ursprünge des Orientalischen Tanzes wurzeln mit großer Wahrscheinlichkeit in
Fruchtbarkeits.- und Geburtsriten. Dieses uralte Wissen findet sich heute u.a in
Bauchtanz für Schwangere wieder. Durch die Stärkung und Dehnung der Bauch und Beckenmuskulatur eignet sich dieser Tanz optimal als Geburtsvorbereitung.
Von Baby´s wissen wir, dass sie gerne gewiegt und geschaukelt werden. Dieser Effekt entsteht schon während der Schwangerschaft. Das ungeborene Baby wird während des tanzens behutsam gewiegt und geschaukelt.

Die Tanzbewegungen des Orientalischen Tanzes wurde von Generation zu Generation lebendiges Kulturgut weitergegeben und hatte in vielen Ländern des Orients
rituelle Bedeutung.So diente der Tanz auch dazu, die verschiedenen Lebensabschitte einer Frau zu begleiten. In vielen Orientalischen Ländern ist der gemeinsame Tanz unter Frauen eine Selbstverständlichkeit. Die zum Ausdruck gebrachte Lebensfreude schafft ein Gemeinschaftsgefühl über alle Altersgrenzen hinweg.

Bauchtanz ist ein europäischer Begriff  und spiegelt den einseitigen Blick der Europäer auf den Orient wieder. Im arabischen Raum  spricht man von Raqs Sharki – Tanz des Ostens. Dieser Überbegriff beinhaltet eine Vielzahl von verschiedenen Tanzstilen und folkloristischen Richtungen. Zudem gehört der Tanz im Orientalischen Kulturraum untrennbar zur Alltagskultur und vielen Feierlichkeiten.

Die heutige Form des Solotanzes - Klassisch Ägyptische Tanz ist eine Fusion mit westlichen  Tanz und Musikelementen. Daraus entwickelte sich ein sehr anspruchsvoller Bühnentanz der seine Blütezeit in den 1930-1950er Jahren in Ägypten hatte. Berühmte Tänzerinnen wie Naima Akef, Samia Gamal, Suheir Saki uvm. gelang es meisterhaft die lyrische Orchstermusik zu interpretieren.

written by patrizia orlando

Buchtipps: “Die Schlange vom Nil – Frauen und Tanz im Orient”
Wendy Buonaventura
“Der Ruf der Großmutter – oder die Lehre des wilden Buches”
Rosina - Fawzia Al-Rawi


Integrative Tanzpädagogik

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Jeder Mensch ist in seiner Geschichte einzigartig und unverwechselbar. Daraus ergeben sich unterschiedliche Wahrnehmungen und Sichtweisen.
Ziel jeder pädagogischen Richtung ist es Entwicklungsbedürfnisse zu erkennen – aufzugreifen und entsprechenden Angebote bereitzustellen.
Die eigene Wahrnehmung zu vertreten, ohne dabei die Sichtweisen des anderen abzuwerten, ist eine weitere Vorraussetzung für pädagogisches Handeln und fördert einen wertschätzenden Umgang, sowie eine respektvolle, offene Kommunikation.

Tanz und Bewegung sind immer unmittelbar – sind wir selbst im Augenblick. Die Integrative Tanzpädagogik versucht Bewegung und Tanz mit unserer Wahrnehmung, den Sinnen, den Emotionen, sowie mit unseren kreativen Potentialen bewußt zu verbinden. Daraus entwickelt sich ein ganzheitliches Tanzgeschehen mit persönlichkeitsfördernden Aspekten, wie:

°  ein ganzheitliches Körperempfinden
°  Entwicklung eines inneren Körperbildes
°  Entfaltung kreativer Potentiale
°  sinnvolles Körpertraining
°  Sensibilisierung durch Körperarbeit
°  Erweiterung des tänzerischen Könnens
°  Teamfähigkeit und konstruktive Kommunikation

written by patrizia orlando

Wir verstehen Tanzen als ganzheitliches, kreatives Geschehen, als ein Tanzen, in dem bewußt die umfassende Bedeutung von Bewegung in ihren kommunikativen, assoziativen, emotionalen und spielerischen Aspekten beachtet wird. Tänzerisches Lernen im Sinne der Integrativen Tanz-Pädagogik ist am persönlichen Wachstum orientiert.

Uli Trautmann & Werner Huschka www.d-it.info

Bharatanatyam und die indischen Götterwelten

Bharatanatyam und die indischen Götterwelten

“Das ganze Universum tanzt in uns, mit uns und durch uns.”

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Bharatanatyam ist ein klassischer Tanz aus Südindien, der sich aus dem rituellen Tanz der Tempeltänzerinnen zum klassischen Bühnentanz entwickellt hat. Er wird zu Ehren der Götter und zur Freude des Publikums getanzt. Der spirituelle Aspekt, die Suche nach dem Absoluten spielt dabei eine zentrale Rolle.

Bharatanatyam ist Poesie, Farbe und Rhythmus und ermöglicht einen tiefen Einblick in die Indische Mythologie und Philosophie.

Im indischen Götterhimmel gibt es eine Vielzahl an göttlichen Darstellungen. Diese Götter werden allerdings nicht personifiziert betrachtet, sondern als Kräfte und Qualitäten des einen Gottes – vergleichbar mit dem monotheistischen Schöpfergott – verstanden. Diese unterschiedlichen Qualitäten sind auch in uns angelegt. Jeder Mensch trägt grundlegende Potentiale in sich, wie etwa Kreativität, Empathie, Freude, Weisheit, Großzügigkeit und Offenherzigkeit. Diese Essenzen können etabliert und erweitert oder auch ignoriert und abgebaut werden.

Die Bharatanatyam-Philosophie würdigt die verschiedenen Qualitäten des Absoluten und macht somit auch auf die Essenzen in uns selbst aufmerksam. Die Bewegungsabläufe des Bharatanatyams wirken ganz gezielt auf unser subtiles System (Energiekanäle  und Energiezentren) und somit auch auf unsere Gesundheit.  Dieser Zugang ist keine Glaubensangelegenheit, sondern ähnlich wie bei der Meditation eine Erfahrungssache. Aus Bharatanatyam-Sicht haben die indischen Götterwelten ganz höchst persönlich auch mit uns selbst zu tun.

written by patrizia orlando

Kreativer Kindertanz

“Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu ERLAUBEN, SICH SELBST ZU OFFENBAREN”.  Maria Montessori

Kinder haben ein grundlegendes Bedürfnis sich zu bewegen. Durch Bewegung lernen sie sich selbst und ihre  Umwelt kennen. Im ganzheitlichen Ansatz gesehen sind körperliche, intellektuelle und emotionale Entwicklungen immer miteinander verknüpft – ein Mangel an kindgerechter Bewegung behindert daher eine gesunde Entwicklung.

Es ist bekannt, dass viele Schulkinder sich für die von ihnen geforderten Lehrinhalte oftmals nicht begeistern können, während Kinder im Vorschulalter sich besonders offen und mit viel Begeisterung neuen Lehrinhalten zuwenden.Ein Grund dafür ist die vorwiegend theoretische Vermittlung in den Schulen und der stark leistungsbezogene Zugang als wichtigster Wert.

Wir behalten10% von dem was wir lesen, 2o% von dem was wir hören, 30% von dem was wir sehen (sehen und hören ergeben 50% der Wahrnehmung), 70% was wir selbst aussprechen (deshalb ist fragen wichtig) und 90% was wir selbst tun.

Der Kreative Kindertanz fördert großzügiges, freudvolles und vielfältiges entdecken neuer Bewegungsqualitäten, den Gleichgewichtssinn, die räumliche Wahrnehmung, das Ausdrücken von Emotionen, die Fantasie und Kreativität, soziale Kompetenzen – wie ein konstruktives Miteinander und das Gefühl sich im eigenen Körper sicher und wohl zu fühlen. Neue Impulse werden mit allen Sinnen - in der Bewegung aufgenommen, was dem kindlichen Lernen sehr entgegenkommt.

written by patrizia orlando

Bewegung im Innersten – Meditation

Meditation – Bewegung im Innersten

“Warum suchst du draußen, was in dir drinnen ist?”   Mahatma Ghandi

Meditation ist ein sehr lebendiger, kreativer Prozeß, der es erlaubt über Begrenzungen, Konditionierungen und schließlich über das eigene Ego hinauszuwachsen. In der Indischen Yogatradition spricht man über Verbindung - mit sich selbst und dem was absolut und unteilbar ist.

Während der Meditation richtet sich die Aufmerksamkeit nach Innen, die Gedanken verlangsamen sich und wir finden Zugang zu unserem Subtilen SystemMeditatives Yoga sucht die Mitte, meidet Extreme,  erweitert die Wahrnehmung und öffnet unseren Fokus – hin zu einer offenen Sichtweise, die nicht am Detail hängen bleibt. Ziel jeder Meditation ist das gedankenfreie Bewußtsein - man kann, muß aber nicht zwingend  denken – nicht zu verwechseln mit der Gedankenlosigkeit. Gedankenwülste und vorgefasste Haltungen haben nicht immer mit der Wirklichkeit zu tun. Es ist daher hilfreich gedanklich zu Ruhe zu kommen, um einen Blick hinter den Kulissen zu werfen und um neue Erkenntisse zu gewinnen.  Diese Erfahrungen sind keine Glaubensangelegenheit sondern Erfahrungssache.


Spiritualität ist ein kollektiver Prozeß und dennoch fokusiert sie die eigene Meisterschaft, abseits von Dogmen und Fanatismen. Meditation hat einen stark integralen Charakter – sie umschließt und beinhaltet die Essenz aller Philosophien, Religionen, Kulturen und Menschen und würdigt die Vielfalt der Schöpfung.

Nähere Infos über Yoga und Meditation – kurze Nachricht an – patrizia@tanzmosaik.at

written by patrizia orlando

Newsletter

Newsletter – Info

Das Tanzmosaik ist eine Plattform, deren Ziel es ist, ergänzende Aspekte zwischen Tanz, Körperarbeit und ganzheitliche Bewegungsformen transperent zu machen, den Informationsfluss zu erleichtern und Vernetzungen zu ermöglichen.

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Hip Hop – Move to the music

Hip Hop – Ein Beitrag von Viktoria Pfaffstetter

Hip Hop Musik hat ihre Wurzeln in der schwarzen Funk- und Soul Musik. Der Rap (Sprechgesang), der aus der jamaikanischen Tradition entstand, das Samplen und das Scratchen in der musik sind weitere Merkmale dieser aus den schwarzen Ghettos der USA stammenden Musik.

Hip Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern auch die Jugendkultur Hip Hop mit den Elementen Rap, DJing, Breakdance und Graffiti Writing. Die Ursprünge des Hip Hop entstanden bereits in den 70er Jahren. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Hip Hop international verbreitet. Dabei haben sich typische Stile der einzelnen Länder herauskristallisiert.

In jüngster Zeit hat sich mit dem Hip Hop Tanz eine völlig neue Ästhetik in die Domäne des Jazztanzes Einzug gehalten. Die Grundprinzipien der Bewegung sowie viel traditionelle Formen wurden aus dem Vernacular Jazz übernommen und zum neuen Musikstil passend improvisierend abgewandelt – ganz in der Tradition des ursprünglichen Jazztanzes. Mit der erfolgreichen Hip Hop Musik in den Charts der Popmusik hat sich allerdings auch der Hip Hop Tanz dem Trend einer coolen Jugendkultur angenähert und hat neben den Clubs und Straßen auch die Tanzstudios erobert.

Der Begriff Hip Hop ein Kulturbegriff für mehrere Ausdrucksformen, von denen eine der Tanz ist, welcher sich wiederum in verschiedene Stile gliedert (Locking, Popping, Breaking, Crumping und mehr). Von der breiten Öffentlichkeit beachtete Entwicklung des Hip Hop, wurde mittlerweile auch Hip Hop Tanz als Teil ernsthafter, zeitgenössischer Tanzkunst wahrgenommen.

Buchtipp: Hip Hop (Move to the music) von ZeeRay (Meyer&Meyer Verlag)

written by viktoria pfaffstetter

Schleierhaftes

der körper drückt aus …

was mit worten

nicht gesagt werden kann

worüber zu schweigen aber


unmöglich ist.